Hellgate: London - Die Zukunft mal anders
29.09.2007

Ein großer Raum eröffnet sich mir, links und rechts von mir führen zwei unheimvoll aussehende Tunnel in eine unbekannte Dimension. Ich schaue gerade aus, erblicke ausgebrannte Teile eines U-Bahnwagons. Zwei dicke, hoch zum Gewölbe ragende Pfeiler trennen den Raum von einem anderen. Mein blick führt weiter und bleibt augenblicklich stehen. Eine kleine Horde von Dämonen, Stalker und Imps nehme ich an, laufen quer bet herum, auf der Suche nach einem Opfer, ich nehme an mich. Ich renne mit meinen zwei Schwertern in Richtung der Dämonen, es müssten elf in der Zahl sein, setzte zu einem Sprung an, lande in etwa der Mitte der Dämonen und wende etliche meiner gelernten Kombos an.

Die ersten beiden kippen ohne weitere Gegenwehr um, ich setzte meine volle Konzentration auf die nächsten beiden Gegner an. Meine Rüstung neigt sich langsam dem Ende, ohne weiter darauf zu achten, schlage ich wie wild auf die Dämonen ein. Fässer explodieren, Funkten sprühen durch die Gegend. Die nächsten beiden Dämonen fallen reglos zu Boden. Mit kritischem Blick auf meine Lebensanzeige wird mir klar, dass es bald eng wird. Schnell ein bisschen Adrenalin getankt, schon kann es weiter gehen….

Was war das? Ein ausschnitt aus einem Sci-Fiction-Film, der momentan in der Mache ist? Oder doch ein Ausschnitt aus einem Buch?

Nein, nichts dergleichen. Es geht um Hellgate: London. Ein PC-Spiel der extra Klasse, welches gegen Ende Oktober die Herzen der Rollenspielveteranen ein bisschen höher schlagen lässt.

 

Hellgate: London spielt im Jahr 2036. Die Apokalypse ist eingetreten und London liegt und Schutt und Asche. Wie kam es dazu? Nun ganz einfach. Vor einigen Jahren öffneten sich eigenartige Tore, die niemals zuvor ein Mensch gesehen hatte. Die so genannten Höllentore. Aus ihnen strömten Dämonen, tausende von ihnen strömten heraus. Nach kurzer Zeit, waren das Militär und andere hoch gelobte Organisationen von den Dämonen vernichtet.

Die Waffen des Militärs konnten keinen Dämonen etwas antun, sie konnten sie lediglich für kurze Zeit aufhalten.

Jedenfalls jagten die Dämonen jedes Lebewesen, vorzugsweise Menschen, da von ihnen am meisten vorhanden war. Viele flohen aber diejenigen, die keine Möglichkeit hatten wurden bis zum bitteren Tod gejagt.

Nun jetzt denkt man sicherlich, oh die Menschheit wird den Bach runter gehen, ohne auch nur was dagegen zu tun. Nein, wieder mal falsch gedacht. Es gibt Organisationen, von denen die Menschheit eigentlich gar nichts weiß, bzw. es nicht wollte, dass es sie gab. Die Templer, die Kabalisten und Leute, die es geschafft haben etwas gegen die Dämonen zu entwickeln, kurz die Jäger.

Die Templer sind seit tausenden von Jahren darauf vorbereitet gewesen, Dämonen zu bekämpfen. Ihr ganzer Stolz bezieht sich darauf. Sie sind dem herkömmlichen Militär technologisch weit überlegen und haben Kampftechniken gelernt, von denen niemals zur vor ein normaler Mensch gehört hat. Sie sind die beschützter der Menschheit.

Die Kabalisten hingegen sind das genaue Gegenteil der Templer. Sie wollen von den Dämonen studieren, ihre Fähigkeiten lernen und sie gegen sie anwenden. Sie wollen sie züchten, zähmen und Experimente mit ihnen ausführen.

Sie haben sich auf die Akrane-Magie spezialisiert und versuchen so, Gewalt über die Dämonen zu bekommen.

Die Jäger sind ähnlich wie die Templer Kämpfer gegen die Dämonen. Es sind normale Menschen, die sich dem Kampf stellen und mit hoher Technologie gegen sie antreten. Drohnen und schwere MG’s, die schwer modifiziert sind, ist ihr Geheimnis gegen die Dämonen.

Kurz gesagt Hellgate: London ist anders. Es ist kein herkömmliches Rollenspiel. Zufallsgenerierte Level, hinter jeder Ecke lauert eine neue Gefahr, modifizierbare Waffen, die ihr Aussehen mit jedem Mod verändern, individuelles Aussehen der Charaktere und etliche andere Features unterscheiden Hellgate: London von anderen herkömmlichen Spielen.

Diablo 2-Veteranen haben hier einen würdigen Nachfolger gefunden. Erster und wichtigster Aspekt sind hier die Zufallsgenerierten Level. Was wird es diesmal sein? Welche Dämonen werden mir diesmal die Sohlen verbrennen? Eine Horde Zombies oder vielleicht ein Trupp von Imps?

Keiner kann das sagen, der dank geht an die Zufallsgeneration. Komplettlösungen kann man an diesem Punkt vergessen. Man kann nur behaupten, dass am Ende eines Levels ein mächtiger Boss steht, der einem das Leben noch schwieriger gestaltet, als es sowieso schon ist. Tatsache ist aber, dass so der Spielspaß jedes mal wieder gehoben wird und nicht immer die gleichen öden Passagen auftreten. In der jetzigen Beta kann man dies sehr deutlich sehen. Jeder Weg ändert sich jedes mal, was sehr ärgerlich sein kann, wenn man denkt „Ah sauber, hier muss es doch irgendwo sein“ und man anschließend merkt, das man gerade mal am Anfang ist. Positiv viel ebenfalls auf, das die Dämonen sehr intelligent agieren. Ein gutes Beispiel sind die Imps. Es gibt unterschiedliche Arten von ihnen. Sniper oder andere Fernkämpfer agieren im Hintergrund, während Nahkämpfer nach vorne Stürmen.

Falls sie sich gefragt haben, wo leben diese Leute eigentlich, wenn überall die Dämonen sind und alles zerstören, so wird diese jetzt beantwortet. Ganz einfach, in den U-Bahnstationen. Diese sind die letzte Bastion der Menschheit. Dort treffen sich alle Spieler und können Gegenstände handeln, eine Gruppe finden, um gemeinsam gegen die Dämonen vor zugehen oder beim Händler Geld verdienen. Natürlich gibt es dort auch etliche Aufgaben, so genannte „Quest“, von NPC’s zu bewältigen, die sehr gut mit einander verknüpft sind. So ist es oft der Fall, das zwei oder drei Aufgaben in einem Level zu bewältigen sind, was nach erledigter Arbeit, besondere Gegenstände oder Geld einfährt.

Erfahrung für den Levelaufstieg gibt es allerdings nicht viel. Um Erfahrungen zu sammeln, muss man lediglich etliche Monster schnetzeln, um ein Level aufzusteigen. Wenn man es dann geschafft hat, steht dem Spieler ein Skill-Punkt für die Hauptfertigkeiten zur Verfügung und fünf Punkte für die vier Attribute.

Allerdings stehen dem Spieler nicht alle Aufträge offen. So muss man sich erst den Respekt bzw. das Vertrauen der einzelnen Fraktionen gewinnen. Das ist aber eher Klassenspezifisch gerichtet, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, mehr als nur eine Klasse zu spielen.

Vom Guardian bis hin zum Engineer ist alles vertreten. Insgesamt gibt es drei Fraktionen, was logischer weise nur auf drei Klassen zurück zu führen ist. Leider falsch gedacht. Es gibt zwar drei Fraktionen aber jeweils zwei Unterklassen, die dem Spieler zur Auswahl stehen. Insgesamt können also sechs Klassen gewählt werden, wobei noch zwischen Frau und Mann unterschieden wird.

Wer gerne einen Ritter haben will, der mit seinen beiden Schwertern und seinen gewagten Kombos die Gegner in Grund und Boden stampft, so wählt ihr den Blademaster. Wollt ihr einen Kämpfer, der standfest ist, unzählige Schläge aushält, so wählt ihr den Guardian.

Seit ihr eher ein Typ der gerne mit Magie umgeht, so nehmt den Evoker, der mit seiner Arkanen-Magie alles vernichtet, was sich ihm in den Weg stellt. Wenn ihr euch Gehilfen beschwören wollt, so wählt den Summonar, der sich die Macht der Dämonen aneignet.

Das grandiose hierbei ist, das ihr entweder in der Ego- oder Third-Person-Perspektive den Kampf gegen die Dämonen antreten könnt.

Auffällig war hier in der Beta, die Komplexität der Kämpfe. Diese gestalten sich immer anders. Allerdings verlaufen sie auch immer flüssig und gehen leicht von der Hand. Kombos und bestimmte Attacken fließen ebenfalls leicht ins Geschehen ein, ohne das der Spieler sich dem Geschehen abwenden kann. Mit den so genannten „Hot-Keys“ lassen sich diese Kombos usw. leicht ausführen.

 

Wie ihr seht lässt euch Hellgate: London eine große Freiheit und bietet einen eleganten Spielfluss. Allerdings sind Individualität und Unverwechselbarkeit das Maß der Dinge im Spiel. Leider ist bis jetzt noch nicht geklärt, wie der Multplayer in Hellgate: London aussehen wird. Bill Roper selbst, erklärte das Spiel zu einem MMOG (Massive-Multiplayer-Online-Game).

Es gibt aber auch noch Hoffnungen für diejenigen, die kein Internet besitzen. Ein Singleplayermodus wird enthalten sein, der dank der Zufallsgeneration immer wieder von neuem spannend sein wird.

Anders als bei anderen Spielen, setzt Hellgate: London stark auf Kooperation. Neben diesem Punkt wird es auch Arenenkämpfe und etliche andere Spielmodies geben.

 

Die Zusammenfassung von allem ist eindeutig. Hellgate: London wird eines der viel versprechendsten Spiele dieses Jahres werden.

Eine Mischung aus bahnbrechnder Action, einem soliden RPG-Part und einem grandiosem Storylauf, verschaffen Hellgate: London einen Platz ganz oben. Verstärkt durch eine unbeschreibliche Atmosphäre und eine ebenfalls wunderbare Grafik, wird Hellgate: London das Spiel 2007!

 

 


 
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